Homepage von Dr. Heinz Bornemann


A)
Erläuterungen zu einigen Kompositionen:


a) Die Entstehung des Textes „Volk ohne Kinder"


Mein Arzt hat mir dringend empfohlen, mindestens täglich eine halbe Stunde spazieren zu gehen. Obwohl dies zeitlich unterschiedlich geschieht, treffe ich auf meinem Spaziergang auf der Hardthöhe (am Rande von Bonn) vor allem Frauen mit ihren Hunden. Es sind durchschnittlich 4 bis 6 Hunde - kleine Kinder sieht man nicht oder vielmehr ganz selten.

Es war an einem Donnerstag gegen 12 Uhr als 6 Frauen mittleren und jüngeren alters mit 8 dieser nicht immer liebenswerten und auch nicht immer an der Leine geführten Exemplaren mir entgegen kamen. Die jüngere bestätigte mir, daß Hunde weniger Kosten und Arbeit verursachten als kleine Kinder.

Dieses Erlebnis veranlaßte mich zu folgendem Text, den ich dann später vertonte:


Volk ohne Kinder
Volk ohne Zukunft

Maßlos armes Volk
maßlos dummes Volk

Zusammenhänge will’s nicht
erkennen oder verdrängen

Ein Volk im Sterben
keine Erben

Bald nur noch Jammern

Verachten, verachten
Wer kann’s noch achten

Volk ohne Kinder
Volk ohne Zukunft
armes Volk

 








b) Die Entstehung des Textes „Lache doch"

Es war letztlich der Gedankenaustausch mit einer Brieffreundin, der den Text und seine Vertonung entstehen ließ.

Hier ein Teilausschnitt des Briefes:

Diesmal haben Sie ein Thema angeschnitten, das Bibliotheken füllen dürfte,
nämlich:

Verstand und Vernunft einerseits und im Gegensatz hierzu Gefühle und Irrationalität andererseits.

Zu Verstand und Vernunft zähle ich mehr die Naturwissenschaften einschließlich Hirnforschung und damit zusammenhängend das Forschungsgebiet Information - vielleicht auch noch die Philosophie.
Zu Gefühlen und Irrationalität mehr alle künstlerischen Tätigkeiten einschließlich der unterschiedlichsten Glaubensrichtungen.

Müssen diese Wissensgebiete und Tätigkeiten unbedingt getrennt werden - gehören sie mehr oder weniger doch zusammen? Denn möglicherweise ist der Mensch nur in der Zusammenschau aller gegeben Dinge einigermaßen fähig, die Wirklichkeit zu erkennen.

Ein Beispiel: Die Farbe Rot ist doch nur für uns rot und kann unterschiedliche Gefühle (Qualia) hervorrufen - eine rote Flagge wohl andere als eine rote Rose. Gleichwohl handelt es sich um elektromagnetische Wellen, die bei anderen Lebewesen einen für sie, evolutionsmäßig bedingt, geeigneten Farbeindruck erzeugen.

Ja, die Naturwissenschaften haben mein Weltbild geprägt, denn immerhin hat man mit dieser wissenschaftlichen Methode ein Welträtsel nach dem anderen gelöst und jetzt ist man nicht mehr fern, das Problem des Bewußtseins aufzuklären. Eine Wissenslücke nach der anderen wird beseitigt.

Gefühle!? Wer hat die denn nicht? Das Irrationale und das Chaos ist mir nicht fremd.
Aus diesem Grunde war ich doch auch an Ihren Vorträgen äußerst interessiert. Freud und das Unbewußte - höchst interessant. Doch die Hirnforschung führt uns weiter.

Willensfreiheit - gibt es diese überhaupt? Entscheidungen aus dem „Bauch" - also mit Gefühl. Ja! Die Hirnforschung hat festgestellt, bei komplizierten Entscheidungen entscheidet der "Bauch" erfolgreicher.

Wir haben tiefgreifende Erkenntnisse über die Materie - sie ist praktisch leer und im Inneren des Protons herrscht ein Höllenfeuer (absurd, absurd) - mit der Konsequenz der Herstellung schrecklicher Vernichtungswaffen.

Wir haben tiefgreifende Kenntnisse über die Biochemie des Lebens mit der Konsequenz der Herstellung furchtbarer biologischer Waffen.

Wir werden immer tiefergehende Kenntnisse über unser wichtigstes Organ, das Gehirn,
erhalten mit der Konsequenz der Schaffung intelligenter Maschinen mit Bewußtsein sowie einer säkularen Welt.

Kann der Homo sapiens dies verkraften? Mein Gefühl sagt: Nein!
Dennoch bin ich immer noch optimistischer als die Zeilen unter dem Titel „Lache doch" ausdrücken. Der Text soll demnächst vertont werden.

 

Lache doch!


Lache, lache - lach doch!

Absurd, absurd!

Der Homo sapiens -
ein intelligentes und nacktes,
schimpansenartiges Raubtier!

Intelligent und nackt!

Raubtier und schimpansenartig!

Die Krone der Schöpfung, Hurra!

Sich selbst zerstörend und Krone der Schöpfung!
Hurra, Hurra!

Was kommt danach? Der liebe Gott!

Glaubst du noch oder lachst du schon?!

Lache, Lache - lach doch!

Absurd, absurd!

Höllentanz!

 

c)....

 

 

B) Schrifsätze, die das sogenannte Transzendente berühren:

a) Eine überzeugende Theorie über die Entstehung des Lebens!

Dawkins Buch der Gotteswahn, hat mir viel Freude bereitet - auch wegen seines vorzüglichen und flotten Stils. Seine Überzeugungskraft war bei mir nicht erforderlich, denn bereits mit 17 Jahren habe ich meinen Religionslehrer im Unterricht auf die Diskrepanz der Evolutionstheorie Darwins einerseits und den christlichen Schöpfungsglauben andererseits angesprochen. Darauf sackte meine Religionsnote von sehr gut auf befriedigend ab.
Zusätzlich bewirkt hat aber Dawkins mit seinem obigen Bestseller, daß ich nun endlich den Mut gefunden habe, sein Buch "Das egoistische Gen" zu lesen. Bisher habe ich davor wegen des Titels gescheut, denn m.E. können doch nur Lebewesen ein Selbstinteresse haben. Die ersten sechs Kapitel dieses Buches habe ich inzwischen gelesen, doch noch immer bin nicht völlig vom "egoistischen Gen" überzeugt - befinde mich also noch im Lernprozeß. Warum muß denn auch Dawkins diese abstoßenden Worte wie Überlebensmaschinen und Genmaschinen gebrauchen? Logisch zu Ende gedacht mag dies ja korrekt sein, aber spielt denn nicht bei höheren Lebewesen (ggf. Genwesen) nicht auch die Kultur eine überragende Rolle, die dann möglicherweise in Konkurrenz befindliche Gene (Allele) begünstigen. Beispiel Mitteleuropa: gibt es denn dort nicht kulturelle Gruppen, die sich in der Geburtenrate erheblich unterscheiden? Sicherlich, die Welt geht nicht unter, wenn (ceteris paribus) die Ureinwohner eines Landes immer weniger werden und schließlich verschwinden bzw. in einem größeren Genpool aufgehen. Doch warum schreibe ich das, was eigentlich banal ist, jedoch mich seit längerer Zeit beunruhigt.
Nun, vor rd. 30 Jahren habe ich Reinhard W. Kaplans Buch Der Ursprung des Lebens gelesen - damals ein Schlüsselwerk auf diesem Gebiet und jetzt im 2. Kapitel von Dawkins Buch, das ebenfalls vor über 30 Jahren erschienen ist, eine Theorie über die Entstehung des Lebens gefunden. Sie ist überzeugend und nur geringe Kenntnisse in Chemie sind erforderlich.

Die Theorie lautet sinngemäß wie folgt:
Vor etwa 3,5 Milliarden Jahren - es können auch mehr sein - haben sich in den Urmeeren(Ursuppen) beständige chemische Verbindungen angesammelt, vor allem Salze wie Sulfate, Phosphate etc., aber auch solche einfache Verbindungen wie Ammoniak und Methan, Kohlendioxyd und natürlich auch Wasserdampf zusätzlich in der Atmosphäre. Stille Entladungen und Blitze (dies wurde auch experimentell von einem Studenten der Chemie, mit Namen Miller, nachgewiesen) ließen aus dieser Mischung Aminosäuren, Purine und Pyrimidine entstehen, die Bausteine des Lebens.
Achtung, jetzt kommt der große Lottogewinn in der Natur: die Entstehung eines sich selbstreplizierenden Moleküls (zunächst wohl eine Art rudimentärer nackter Ribonukleinsäure (RNS)). Die Gewinnchance eines Menschen für einen Millionengewinn tendiert praktisch während seiner kurzen Lebensspanne gegen Null. Würde er aber mehrere 100 Millionen Jahre leben, so würde er wohl gleich mehrmals den Jackpot knacken. So nach dieser Theorie, wenn die entsprechenden chemischen Bausteine vorhanden sind, wird sich in mehreren 100 Millionen Jahren mit großer Gewißheit ein solches Makromolekül bilden. Es ist der große Wurf der Natur, denn jetzt kann die Evolution des Lebens beginnen. Leben in unserem Sinne ist das natürlich noch nicht, aber die Selbstvermehrung dieser und sich dabei immer noch verbessernden RNS-Moleküle hinsichtlich Langlebigkeit, Reproduktionsfähigkeit und Stabilität verbrauchen schließlich alle erforderlichen Ressourcen für ihre jeweilige Synthese. Sie werden folglich miteinander heftig um die erforderlichen chemischen Substanzen konkurrieren und chemische Waffen bilden, welche die Konkurrenten spalten und dann als "Nahrung" dienen. Solche Angriffe erzeugen selbstverständlich Einrichtungen zur Verteidigung. Da wären synthetisierte Eiweißhüllen (siehe Viren) und schließlich eine Zellhaut - Einzeller mit Zellkern - und so geht es weiter und weiter bis zu den heutigen komplexen Lebewesen, welche in jeder Körperzelle einen Zellkern mit Genpaketen (Chromosomen) enthalten. Dies alles nur zum Schutz der Überlebensfähigkeit der Gene!? Diese Folgerung fällt mir doch schwer - aber anscheinend stimmt sie.

Und was kommt danach? Möglicherweise werden diese "egoistischen Gene" einmal von Maschinen mit Selbstbewußtsein ersetzt, welche ein Programm haben, das sich selbst repliziert - ursprünglich vom Menschen konstruiert und im Sinne der Evolution immer weiter entwickelt und oh Wunder schließlich seinem Schöpfer haushoch überlegen sind.

.Warten wir es ab - wir werden es noch erleben.
.

Heinz Bornemann

PS.: Wer Wissen, Kunst und Philosophie besitzt, bzw. sich darum bemüht, braucht keine Religion.

 

b) Entwurf eines Flugblattes für die Regionalgruppe Köln-Bonn-Düsseldorf des gbs-Förderkreises:

 

Gottvater und die Schöpfung:

Gott schuf in 7 Tagen Himmel und Erde und das Licht mit Tag und Nacht.
Schließlich ließ er es regnen und formte den Menschen aus der Erde des Ackers
und blies ihm den Odem des Lebens in seine Nase.

Der aus den Vereinigten Staaten herüberschwappende Kreationismus legt auch heute noch die Bibel wörtlich aus. So soll Gott die Erde, wie ursprünglich auch von Kirchenvätern errechnet und vehement verteidigt, vor 5 bis 6000 Jahren erschaffen haben und der Grand Canyon ein Beweis für die Sintflut sein.

Soweit so gut! Aber auch im deutschen Sprachraum finden die Kreationisten Zulauf und in vielen Schulen wird bereits der naturwissenschaftliche Unterricht verfälscht. Diesen Anfängen muß energisch entgegengetreten werden. Denn er behindert Wissenschaft und Forschung. Er behindert die für unsere Gesellschaft so wichtigen Innovationen, ohne welche die gewaltigen politischen und gesellschaftlichen Probleme in Europa, in der Welt nicht zu meistern sind.

Man beachte weiter: Nicht in 7 Tagen wurde unser blauer Planet erschaffen, sondern dazu brauchte es, gerechnet ab Urknall, der wohl nur der Anfang unseres Kosmos war, eine Zeitspanne von rd. 10 Milliarden Jahren. Nicht in einem Schöpfungsakt aus Ackererde oder Mais hat Gott den Menschen mit seinem göttlichen Odem erschaffen, sondern dazu brauchten die Gesetze der Selbstorganisation, die in unserem Weltall herrschen, beinahe 14 Milliarden Jahre.
Immer weniger können beide Kirchen diese fundamentalen Kenntnisse der Naturwissenschaften leugnen, und sie müssen sich dem erdrückenden wissenschaftlichen Material beugen.

So konnte man im Bonner General Anzeiger vom 28. Mai 2009 lesen, daß der Theologe Udo Rüterswörden von der Universität Bonn anerkannt habe, daß Darwin mit seiner Evolutionstheorie einen Teil der alttestamentarischen Schöpfungsgeschichte widerlegt habe.

Nur einen Teil?!

Der Biologe, Jesuit und Professor an der Münchner Hochschule für Philosophie Christian Kummer sieht sogar in der Evolutionstheorie den unsichtbaren Designer überall am Werk. Das alles mag man ja noch tolerieren und zu Lachsalven herausfordern.

Ernste Gefahr erwächst aber, wie bereits weiter oben beschrieben, unserer Gesellschaft von den christlichen und islamistischen Fundamentalisten. Wir, die Giordano Bruno Stiftung (gbs), unterstützen eindeutig umfassende Bildung. Hierzu gehört aber auch die Förderung von Wissenschaft, Forschung und Innovationen.

Fundamentalisten jeglicher Couleur wenden sich gegen eine aufgeklärte Gesellschaft. Ihr Weg führt zu Armut und blutigen Konflikten innerhalb der Gesellschaft.

Bündeln wir die Kräfte in der gbs gegen diese Irrwege.

Werden auch Sie ein Förderer der gbs.

Begründung für diesen Text:

1.) Es sollte ein Text sein, der sachlich und möglichst unpolemisch ist, so daß ich ihn auch meinen
Wanderfreunden unterbreiten kann. Das scheint mir gelungen zu sein, obwohl ich immer noch
meine Bedenken habe, daß sie oder viele Menschen, die ich sonst noch kenne, doch noch
damit überfordert sind.

2.) Das wichtige Gebiet Wissenschaft, Forschung und Innovationen - selbstverständlich auch
Bildung:

M.E. schlittert die Menschheit in den nächsten 40 Jahren in eine furchtbare Katastrophe:

Einerseits Überbevölkerung in Asien und Afrika und andererseits Bevökerungschwund mit Integrationsproblemen in Europa. Die Klimakatastophe dürfte die Probleme noch zusätzlich verschärfen (Zunahme unfruchtbarer Gebiete etc.). Denn mit großer Wahrscheinlichkeit wird dieser kleine Planet eine Weltbevölkerung von rd. 10 Milliarden Menschen im Jahre 2050 ertragen müssen.

Was wären die Folgen:

Armut, Hunger und Durst. Unwissenheit und Kampf um knappe Ressourcen. Zunahme fundamentalistischer Strömungen jeglicher Art. Harte Konflikte mit möglichen Einsatz bestialischer Waffen. Alles deuted sich bereits heute an.

M.E. kann diese sich anbahnende Katastrophe nur mit neuen Techniken, mit Innovationen gemildert werden .

Die entwickelten Industriestaaten haben dazu die Möglichkeit - sie dürfen aber nicht behindert werden. Ihr Wissen nimmt exponentiell zu. Sie haben auch die Möglichkeit der Anwendung neuer Technologien, sei es für die Energiegewinnung (hoffentlich auch Fusionsreaktor) oder umweltverträglicher Verfahren. Jeder spricht von den Gefahren der grünen Gentechnik, aber kaum einer kennt die weiße Gentechnik. Letztere ist dabei die Chemie mit umweltverträglichen Verfahren zu revolutionieren.

Die westliche Welt muß unbedingt mehr risikobereit, zukunftfreudiger und offen für Innovationen sein.

Kontraproduktiv ist, wenn, wie heute schon in vielen Schulen, von Kreationisten der naturwissenschaftliche Unterricht verfälscht wird. Kontraproduktiv ist die bereits heute bestehnde Ressourcenverschwendung durch den Kampf gegen islamistische Fundamentalisten. Ohne ihn hätten wir beträchtliche Mittel für die Förderung der Bildung zur Verfügung.

Jegliche Art von Fundamentalismus sollten wir bekämpfen. Aufklärung ist unser gemeinsames Ziel. Dazu gehört aber auch die Förderung von Wissenschaft und Forschung.

Heinz Bornemann

C) Nicht veröffentlichte Leserbriefe:

a) General - Anzeiger

Redaktion - Leserbrief
Justus - von - Liebig - Straße 15

53121 Bonn


Betr.: Kommentare von Herrn K. Rüdiger Durth zum Volksentscheid in Berlin
hier: General - Anzeiger vom 27. und 28. April 2009 „Schmerzliche Niederlage" und „Berliner Signale"


Sehr geehrte Damen und Herren,

als Förderer der Giordano - Bruno - Stiftung und als langjähriger Wähler der FDP (als Gegengewicht zu unserem überbordenden Wohlfahrtsstaat) fühle ich mich aufgerufen, zu den im Betreff genannten Kommentaren von Herrn K. Rüdiger Durth Stellung zu nehmen.
Der General-Anzeiger, dessen Abonnent ich bin, bzw. Herr Durth sollten doch als Tatsache zur Kenntnis nehmen, daß ein beachtlicher Teil unserer Gesellschaft, nämlich rd. 30% keiner Kirche angehören. Auch ist offensichtlich, daß der Anteil der Menschen, etwa rd. 60%, welche Kirchensteuer zahlen, sehr oft nur oberflächliche Christen sind. Wäre es dann nicht ehrlicher, wenn, wie in vielen anderen christlichen Ländern, die Kirchen ihre Einnahmen nicht aus Steuern, sondern aus Spenden von wahrhaft Gläubigen erhielten.
Die möglicherweise hierdurch frei werdenden Mittel könnte man für die auch politisch stets geforderte Erhöhung der Bildung der heranwachsenden Jugend einsetzen. Sie ist doch neben der Erziehung zur Toleranz in unserer Gesellschaft immer mehr erforderlich. Hierzu gehören aber neben der Vermittlung von Werten auch Grundkenntnisse in den Naturwissenschaften. Ohne letztere kann man doch heutzutage diese Welt nicht mehr verstehen. Die in der Antike ihre Wurzel habenden christlichen Religionen sollte man bei dieser Wertevermittlung keinesfalls vernachlässigen - doch ohne Einbeziehung der andern 4 Weltreligionen ist eine Erziehung zur Toleranz wohl auch nicht möglich.
Bei einem solchen durch einen entsprechenden Unterricht vermitteltes Wissen, hätte auch Herr Durth seine Sätze wohl vorsichtiger formuliert. Herr Durth sollte doch einmal das „MANIFEST DES EVOLUTIONÄREN HUMANISMUS - Plädoyer für eine zeitgemäße Leitkultur" von Michael Schmidt-Salomon lesen mit dessen Inhalt der Unterzeichner mit Ausnahme des ökonomischen Teils voll einverstanden ist, dann würde er möglicherweise ebenfalls zu einem Förderer dieser Stiftung - oder wenigstens sie als eine Bereicherung unserer Gesellschaft ansehen statt umgekehrt in ihr ein Negativum zu sehen.
Herr Durth wird gewiß mit mir der Meinung sein, daß Fundamentalismus jeglicher Art für die Wertegemeinschaft Europa, milde formuliert, schädlich ist. Doch auch die christlichen Kirchen sind dagegen nicht gefeit. So stellt der aus den USA nach Deutschland herüberschwappende Creationismus für unsere Gesellschaft eine ernste Gefahr dar. Bereits in einigen Schulen wird der Biologieunterricht verfälscht und wissenschaftliche Fakten im Sinne einer wörtlichen Auslegung der Bibel verdreht. Bei einer neutralen Berichterstattung hätte Herr Durth auch auf diese Gefahr hinweisen müssen.
Es scheint doch alles viel schwieriger zu sei. Nach wie vor gilt aber: Wehrt den Anfängen: Wir wollen doch nicht zurück in das Mittelalter! In diesem Sinne

grüßt Sie vielmals


Ihr Abonnent


(Dr. Bornemann)

 

 


b) General - Anzeiger

Redaktion - Leserbrief

Justus - von - Liebig - Straße 15

53121 Bonn


Betr.: Artikel von Herrn K. Rüdiger Durth vom 06.05.2009 „Gott und dieVerkehrsbetriebe"

Sehr geehrte Damen und Herren,

es kommt immer wieder vor, daß man nicht mit allen Entscheidungen einer politischen Partei, die man gewählt hat, einverstanden ist. Das gilt ebenso bei Vereinen, denen man angehört oder mit Stiftungen, denen man sich zugehörig fühlt. So hätte der Unterzeichner den Beschluß der „Bus-Aktion", die anscheinend von der Giordano-Bruno-Stiftung mitgetragen wird, keinesfalls unterstützt, denn einen Kulturkampf sollte tunlichst in unserer Gesellschaft vermieden werden. Aber er ist anscheinend bereits selbst von der Kirche eröffnet worden. Hierzu 2 Beispiele:

1.) Zunehmende Tendenz zum Creationismus:

Creationismus bedeutet hier eine wörtliche Auslegung der Bibel und als
Konsequenz eine Verfälschung des Biologieunterrichts. In beiden Kirchen
ist keine Gegenwehr erkennbar. Einem nicht nur naturwissenschaftlich
gebildeten Menschen, der zudem tolerant sein will, bleibt nichts übrig als
Gleichgesinnte zu suchen, um dagegen anzugehen.

2.) Die Begriffe Atheismus und Atheist:

Herr Durth verwendet ganz bewußt den Begriff Atheist, denn er schätzt
seinen emotionalen Gehalt: Aus dem griechischen kommend, bedeutet
Atheismus zunächst (a-theos) ohne Gott und Atheisten sind Anhänger des
Atheismus. Bei den überwiegend Kirchensteuer zahlenden Menschen
beinhaltet dieser Begriff aber einfach ein Gottloser und somit ein
schlechter oder sogar ruchloser Mensch. Ein Atheist ist weiterhin ein
Gottesleugner. Aber wie kann man Gott leugnen, wenn er vor allem nach
den Ergebnissen der modernen Naturwissenschaften und vielen anderen
logischen Überlegungen mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit
gar nicht gibt.


Der Unterzeichner betrachtet demgemäß die Benutzung dieses Wortes als eine aggressive Beschimpfung und Beleidigung und enthält sich weiterer Kommentare.

Aber auch leider muß er konstatieren: Die naturwissenschaftlichen Kenntnisse unserer Bevölkerung sind miserabel und das ist wohl auch der Fall bei Herrn Rüdiger Durth. Seit Jahren stelle ich immer wieder so nebenbei an meine Gesprächspartner die Frage, ja, ich mache mir ein Spiel daraus: Was schätzen Sie wohl, wie hoch ist der Prozentanteil des klimaschädlichen Kohlendioxyds in der Luft - bitte schätzen Sie möglichst niedrig. Na, was schätzen Sie? Auch zwischen 20 und 50% - dann wären Sie aber schon längst tot

Ist Bildung Glücksache oder steht es wirklich so schlimm mit diesem wichtigen Gut in Deutschland. Allerdings gehören heutzutage zur wirklichen Bildung Grundkenntnisse in den Naturwissenschaften.

Erkundigen Sie sich doch bitte einmal über das Bildungsniveau der Stiftungsmitglieder oder auch Förderer der Giordano Bruno - Stiftung. Es ist im Internet leicht zu erfahren. Hier finden sie kritische Geister und Menschen, die schon viel für unsere Gesellschaft geleistet haben und nicht aufhören rege zu sein.

Sehr geehrter Herr Durth, meine Hochachtung wäre Ihnen gewiß, wenn Sie in den nächsten Wochen endlich einmal Stellung nehmen würden gegen diesen unerträglichen Creationismus. Auch Sie müssen doch ein Gegner jeglichen Fundamentalismus sein.


Mit freundlichen Grüßen

(Dr. Bornemann)


c) General - Anzeiger

Redaktion - Leserbrief
Justus - von - Liebig - Straße 15

53121 Bonn


Betr.: Artikel von Frau Ulrike Strauch im General - Anzeiger vom 28. Mai
2009 im General Anzeiger
hier:„Der Graben zwischen Schöpfung und Glauben"


Sehr geehrte Damen und Herren,

Absurd, absurd! Lache, lache doch!

Im Darwinjahr scheint die Kirche, scheint der evangelische Theologe Udo Rüterswörden der Uni Bonn sich dem erdrückenden wissenschaftlichen Material gebeugt zu haben und bekennt, daß Darwin mit seiner Theorie einen Teil der alttestamentarischen Schöpfungsgeschichte widerlegt habe.

Ein Fortschritt? Gewiß!

Doch noch immer tut sich ein großer Teil der Kirche schwer, die Evolutionstheorie Darwins zu akzeptieren. Darüber hinaus zeigt der Zulauf bei den Creationisten, welche die Bibel wörtlich auslegen, eine fundamentalistische Gefahr für die Gesellschaft, die keinesfalls zu unterschätzen ist!

Lache, Lache Doch!

Doch jetzt wird Darwin, so wie schon immer mit Einstein geschehen, von der Kirche vereinnahmt.

Hurra, Hurra: Hört und staunt ihr Gläubigen: Beide waren Christen!

Einstein wegen seines Ausspruchs: „Gott würfelt nicht" - eine verständliche Äußerung im Zusammenhang mit der Quantentheorie, und Darwin, weil sein Bachelor of Arts auch Theologie beinhaltete.

Aber sind beide nicht vielmehr dem Deismus zuzurechnen? An einen persönlichen Gott glaubte wenigsten Einstein nicht, wie ein Brief von ihm zeigt, der jetzt in England versteigert wurde.

Für Darwin muß Herr Rüterswörden allerdings den Begriff „Gläubiger Christ" äußerst breit definiert haben, um ihn als Christ zu vereinnahmen.

Ein letztes Rückzugsgefecht?!


Mit freundlichen Grüßen


(Dr. Bornemann)


d)...

D) Zur Entwicklung der Gesellschaft:

a) siehe hierzu auch Text und Komposition zu "Volk ohne Kinder"

 

b) siehe auch Kreationismus in Deuschland (nicht veröffentlichte Leserbriefe an den Generalanzeiger)

c) Tabus in Deutschland

Denk ich an Deutschland in der Nacht, werde ich um den Schlaf gebracht!

Wo man auch hinblickt, anscheinend nur eine Gesellschaft der Mittelmäßigkeit.

Spricht man die Wahrheit aus, schon ist ein Tabu gebrochen! Wir sind anscheinend von Tabus umgeben und die Wenigsten bemerken es.

Jüngstes Beispiel: der Fall Thilo Sarrazin. Der Bundesbankvorstand und Berliner SPD-Finanzsenator wird von der deutschen Tabugesellschaft regelrecht fertig gemacht, nur weil er äußerst klare Worte zur gescheiterten Integrationspolitik gefunden hat.

Armes Deutschland.

Wie Wolfgang Clement wird er wohl bald nur seine politische Heimat bei der FDP finden können.

Warten wir es ab.

Sarrazin steht seit einem Interview in der Zeitschrift " Lettre International" in der Kritik. Für Empörung sorgten vor allem zwei Sätze : "Die Türken erobern Deutschland genauso, wie die Kosovaren das Kosovo erobert haben: durch eine höhere Geburtenrate. "Und: "Ich muß niemanden anerkennen, der vom Staat lebt, diesen Staat ablehnt, für die Ausbildung seiner Kinder nicht vernünftigt sorgt und ständig neue kleine Kopftuchmädchen produziert." Die Lösung des Problems könne nur heißen: kein Zuug mehr.

Doch auch dies ist ein Satz aus dem Interview:

"Das würde mir gefallen, wenn es osteuropäische Juden wären, mit einem 15 Prozent höheren IQ als dem der deutschen Bevölkerung."

Spricht so ein Rassist?!

 

Letzte Meldungen:

Für hervorragende Tapferkeit vor dem Feind hat Thilo Sarrazin vom Bundespräsidenten das Bundesverdienstkreuz erhalten. Der Feind: die deutsche Tabu- und Empörungsgesellschaft.

Bei gleichem Gehalt ist ihm Arbeitserleichterung auf unbestimmte Zeit gestattet worden, damit er sich von seinen Verletzungen, die ihm seine übermächtigen Feinde zugefügt haben, erholen kann.

Als unmittelbare Auswirkung dieser Auseinandersetzung hört man folgende Gerüchte:

Alle Mütter der Mehrheitsgesellschaft sollen gemäß der CSU ab dem 3. Kind eine Ehrenurkunde mit 800 Euro erhalten. Der Betrag soll sich nach jedem weiteren Kind verdoppeln.

Linke CDU-Abgeordnete setzen sich darüber hinaus für allein erziehende Mütter dafür ein, daß der Staat den leiblichen Vater ersetzt. Ab dem 3. Kind soll für diese kleinste aber äußerst wichtige Zelle der Gesellschaft die staatliche Unterstützung der Besoldungshöhe einer Amtsrätin gleichkommen, denn Kinder ohne Vater zu erziehen sei schließlich Schwerarbeit und die müsse gerecht bezahlt werden. Mit jedem weiterem Kind soll eine weitere Erhöhung erfolgen.

 

d) Leserbrief an die FAZ, betrifft FAZ-Artikel vom 28. Juli 2011, Nr. 173, S.27

Vom Regen in die Traufe (Eine Falle namens Frank Schirrmmacher)

Sehr geehrte Damen und Herren!

Was ist nur mit unseren Intellektuellen geschehen? Können sie noch die gesellschaftliche Wirklichkeit erkennen und für die vorhandenen Probleme Lösungsvorschläge unterbreiten? M.E. kaum! Jüngstes Beispiel der Feuilletonartikel von Frank Schirrmacher in der FAZ vom 28. Juli 2011, S. 27 "Eine Falle namens Thilo Sarrazin".

Bin ich denn vom Regen in die Traufe gekommen?

Wegen ähnlicher Artikel habe ich nämlich vor einigen Monaten den General Anzeiger Bonn gekündigt und bin zur FAZ zurückgekehrt, die ich während meiner Berufszeit als Abonnent mehr als 30 Jahre bezogen und schätzen gelernt habe.

Ist dies aber heute auch noch so? Sicherlich doch, aber anscheinend mit Ausnahme des Feuilletons, denn der tendenziöse Beitrag von Herrn Schirrmacher hat mich recht verstimmt , und ich trage mich ernsthaft mit dem Gedanken, jetzt auch wieder die FAZ zu kündigen.

Verärgert hat mich insbesondere Herrn Schirrmachers Methode. Hier wird wieder einmal der alte Trick angewendet, bestimmte Stellen aus Sarrazins Buch zu zitieren, um damit Sarrazin Sozialdarwinismus und Biologismus zu unterstellen. Ganz bewußt hat Herr Schirrmacher hier den Begriff Eugenik ausgewählt, der im Zusammenhang mit dem Nationalsozialismus ein Totschlagargument ist. So einfach liegen die Dinge aber nicht. Sie sind viel komplizierter und bedürfen einer äußerst vorsichtigen und differenzierten Betrachtung.

Wenn Herr Schirrmacher anscheinend Schwierigkeiten mit den Lebenswissenschaften einschließlich der Vererbungslehre hat, so hätte er gleichwohl einige positive Worte dazu finden müssen, daß Sarrazin in seinem Buch den Mut gefunden hat, gesellschaftliche Probleme anzusprechen, die einen großen Teil unserer Gesellschaft beunruhigen.

Zu nennen sind vor allem:

- die demografische Entwicklung - es geht nicht nur um Fachkräftemangel, es geht auch um die Substanz des Volkes,

- die Einwanderung aus fremden Kulturkreisen und die hier kaum zu lösenden Integrationsprobleme - es geht nicht nur um das Kopftuch, sondern auch um unsere liberale Kultur,

- der überbordende Wohlfahrtsstaat, der mit seinen Begünstigungen durchaus die Einwanderung bestimmter Bevölkerungsgruppen stimuliert.

Thilo Sarrazin hat diese Probleme offen angesprochen und auch Lösungsvorschläge unterbreitet.

Die Politik hat doch lange diese Probleme verdrängt und ist auch jetzt immer noch zögerlich.

In der FAZ finde ich nun diesen Artikel von Herrn Schirrmacher. Anscheinend muß jetzt alles wieder zerredet werden - unglaublich!

Mich als Senior sollte das alles eigentlich nicht mehr berühren.

Aber wie sieht es mit unseren Enkeln aus. Sie trifft es doch voll, wenn nicht versucht wird, die offensichtlichen Fehlentwicklungen so weit wie möglich noch zu korrigieren.

Mir scheint, unsere Gesellschaft nimmt eine unglückliche Entwicklung. Wäre ich 21 Jahre, würde ich mich ernsthaft mit Auswanderungsgedanken beschäftigen - vielleicht Neuseeland oder besser noch Kanada (siehe auch meine Homepage: www.wifoallegretto.de).

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Heinz Bornemann

 

E) Politische Themen:

 

a) Hört die Signale:

Hört die Signale - hört sie!
Ein Gespenst geht um in Deutschland - das Gespenst Die Linkespartei!

Rd. 12 % der abgegebenen Stimmen hat sie bei der Bundestagswahl am vergangenen Sonntag erhalten. In Brandenburg waren es sogar rd. 30%. Und nun ist die SPD dabei, sich dieser Partei zu nähern. Andrea Ypsilanti läßt grüßen! Wowereit geht voran - Berlin ein Vorbild!

Wo bleibt der Aufschrei in Deutschland? Wo die entsprechenden warnenden Überschriften in den Tageszeitungen? Wo wendet man sich empört gegen Talkshows, in welchen ein Herr Gysi oder eine Frau Wagenknecht ihre abstrusen kommunistischen Gedanken einem breiten Publikum kundgeben dürfen?

Hat man denn die ehemalige DDR völlig vergessen. Ihr wirtschaftlicher Bankrott, bedingt durch die Art des Systems, die Bespitzelung und die unmenschliche Mauer, die ein Land teilte, so wie heute noch Korea. Anscheinend ist ein beachtlicher Teil der deutschen Bevölkerung davon überzeugt, es wäre gut, ein solches System, ggf. mit einigen Änderungen (mit welchen nur), zu errichten.

Hat man denn schon den GUlag vergessen mit seinen Kaskaden vergossenen Blutes? Hat man denn schon die millionenfache Menschenvernichtungsmaschine der kommunistischen Ideologie vergessen - die Toten in Kambodscha, das Leid, das ein Mao über sein Volk gebracht hat - ca. 50 Millionen Tote.

Wehrt den Anfängen - noch ist es nicht zu spät!

Hat denn Einstein mit seinem Spruch recht (sinngemäß): so wie das Weltall unendlich scheint, so scheint auch die Dummheit der Menschen unendlich.

Aber auch dagegen könnte man etwas tun.